Caritas Gtersloh

Erweiterung von St. Anna: Der Grundstein ist gesetzt

Caritas-Vorstand Matthias Timmermann (2. v.l.) und Architekt Martin Brockmeyer (Mitte) tragen nicht nur Verantwortung für den Erweiterungsbau – für das Foto heben sie auch den Grundstein. Mit im Bild: Sebastian Siggemann (Kirchenvorstand), Bürgermeister Michael Esken und Holger Krähenhorst (Geschäftsführung Krähenhorst GmbH Bauunternehmung).

Mit dem symbolischen Hammerschlag rückt Caritas-Vorstand Matthias Timmermann den Grundstein gerade.

Glücks-Cent: Caritas-Vorstand Matthias Timmermann bestückt den Kupfer-Zylinder zur Grundsteinlegung mit ein paar Münzen. So ist es guter Brauch.

Mit der Grundsteinlegung ist der Erweiterungsneubau des Caritas-Hauses St. Anna Verl seiner Vollendung wieder ein Stück näher gerückt. Für diesen symbolischen Akt kamen jetzt Vertreter der Caritas, der Kirchengemeinde und der Stadt mit beteiligten Unternehmen zusammen. Bis Mitte 2020 soll der dreigeschossige Anbau auf dem rückwärtigen Teil des Grundstücks fertig sein. 48 Einzelzimmer für die stationäre Pflege und Betreuung werden hier geschaffen. Die Caritas richtet das Seniorenzentrum damit modern und für die Zukunft gerüstet aus. Nach der Fertigstellung wird das Caritas-Haus St. Anna 74 Zimmer für 82 Bewohnerinnen und Bewohner bieten. Damit erfüllt das Seniorenzentrum die gesetzlich vorgeschriebene Einzelzimmerquote von 80 Prozent.

 

Caritas-Vorstand Matthias Timmermann nannte die Grundsteinlegung einen „weiteren historischen Termin“ in der Geschichte des Traditions-Hauses. Seit Anfang 2018 ist der Wohlfahrtsverband Träger des Seniorenzentrums. Die ersten Überlegungen, das Haus zu erweitern, sind jedoch schon deutlich früher geboren. Matthias Timmermann dankte allen Beteiligten für viele konstruktive Gespräche: „Der Wille zur Einigung war immer da.“

 

Der Grundstein war nicht das einzige Requisit, um das es jetzt beim Ortstermin ging. Nach guter alter Sitte mauerten Matthias Timmermann und Architekt Martin Brockmeyer ein paar stumme Zeitzeugen mit in die Fassade – darunter aktuelle Ausgaben der Lokalzeitungen, eine Bauurkunde und ein paar Euro- und Cent-Münzen – alles gut verpackt in in einem wasser- und luftdichten Kupfer-Zylinder.

 

Mit dem neuen Anbau geht von dem historischen Geist, den das Caritas-Haus atmet, nichts verloren. Der alte Krankenhaus-Trakt – quasi Keimzelle des Hauses – bleibt erhalten. Vertreter der Stadt hatten schon während der ersten Planungsgespräche deutlich gemacht, dass dieser Teil der Immobilie ein „wichtiges geschichtsträchtiges Gebäude für Verl“ sei (Bürgermeister Michael Esken). Dem Wunsch, das alte Krankenhaus weiter zu nutzen, kam der Caritasverband für den Kreis Gütersloh gerne nach.

 

Wie geht es weiter? Der Rohbau des neuen Trakts, der an den so genannten „neuen Altbau“ angeflanscht ist, ist bereits weit fortgeschritten. Sobald dieser fertig gestellt ist, werden die Bewohner des „neuen Altbaus“ einziehen. Im Anschluss wird auch dieser Trakt modernisiert. Hier werden dann die Bewohner des früheren Krankenhauses („alter Albau“) ihr neues Zuhause finden. Der alte Altbau wird dann keine Bewohnerzimmer mehr beherbergen. Küche und Hauswirtschaftsabteilung werden in diesem Trakt aber in jedem Falle bleiben.